Kołobrzeg

Kurort mit Tradition

Wenn man die Stadtlage von Kolobrzeg betrachtet, wundert man sich nicht mehr darüber, dass es im Laufe seiner über 1000-jährigen Geschichte ständig in andere Hände fiel und stark umkämpft war. Übermittlungen zufolge reicht seine Tradition bis zur berühmten Zusammenkunft in Gnesen, bei der Otto III. in Kolobrzeg eins der ersten Bistums Polens gegründet hatte. Thietmar von Merseburg berichtet in seiner Chronik darüber, dass in dieser Gegend bereits im 8. Jh eine Siedlung existierte, deren Bewohner sich mit Salzsieden beschäftigten.

Das damalige Kolobrzeg lag nicht direkt an der Ostsee, sondern etwas südlicher, auf dem Gebiet des heutigen Budzistowo, wo sich das älteste Denkmal der sakralen Kunst in Westpommern, die Johanneskirche aus dem 13. Jh. Befindet. Die Siedlung wurde erst nach Erhalt der Stadtrechte im Jahre 1255 ans Meer verlegt.

Kolobrzeg wurde schnell zu einer mittelalterlichen Handelsstadt. Dank der hanseatischen Kaufleute gewann die Stadt an Ruhm und Reichtum, deren Spuren bis heute zu sehen sind, wie zum Beispiel das Haus aus dem 15. Jh. in der E. Gierczak-Strasse.

Über eine lange Zeit hinweg war Kolobrzeg zugleich eine Festung. Die Stadt wurde mit Mauern umzäunt, die teilweise bis heute erhalten geblieben sind. Zu den berühmtesten Stadtmauern gehört die Lontbastei in der Dubois-Strasse, in der heute eine touristische Organisation ihren Sitz hat. Andere weitere Bastei, die erhalten geblieben ist, befindet sich in der Waska-Strasse. Es ist die Gefängnisbastei.

Eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten von Kolobrzeg ist der Dom, der seit Jahrhunderten über die gesamte Stadt hinausragt . Es ist die einzige Kirche in Europa mit fünf Schiffen. Sie wurde während des 2. Weltkrieges fast vollständig zerstört. In der Nachkriegszeit wurde in der Kirche das Militärmuseum eingerichtet, wo große militärische Ausstellungsstücke gesehen werden konnten. Oben befand sich eine Aussichtsterrasse.

Bei dem Berichten über Kolobrzeg sollte man das Rathaus und seine Legende nicht vergessen. Auf einer der Säulen findet man eine Flachskulptur, die einen menschlichen Kopf darstellt. Es sei die Abbildung von dem damaligen Gemeindevorsteher Jakob Adebar, der im Jahre1524 als Gemeindevorsteher einen Aufstand gegen den Bürgermeister inizierte. Der Aufstand  brachte die ersehnte Befreiung mit sich. Kurz danach missbrauchte auch Adebar das Vertrauen der Stadtbewohner und wurde vor dem Rathaus geköpft. Laut Legende garantiert das Berühren des Kopfes eine Wiederkehr nach Kolobrzeg.

Kolobrzeg ist ein Ort, an dem sich nicht nur Land und Meer, Geschichte und Gegenwart, sondern auch Spass und Erholung vereinen. Hier können Sie neben den langen Sandstränden, der Sonne und der jodhaltigen Meeresluft das Festival der lyrischen Poesie, diverse Konzerte und Ausstellungen des regionalen Kulturzentrums genießen. Kolobrzeg ermöglicht Ihnen eine Harmonie zwischen Körper und Seele herzustellen, Vitalität zu gewinnen und sich wieder jung zu fühlen. Es ist der Ort, der Sie zu jeder Jahreszeit erwartet!